Fasten im Vogtland
Wer fastet, hungert nicht. Er quält sich auch durch keine Diät. Jemand, der hungert, setzt seinen Körper oft
unfreiwillig einer Prozedur aus, bei der der Organismus mit Nährstoffen unterversorgt wird. Und während Diäten
regelmäßig von Heißhungerattacken, schlechtem Gemüt und Jojo-Effekten begleitet werden, entsteht beim richtig
durchgeführten Heilfasten kein Hungergefühl. Wer heilfastet, regeneriert seinen Körper. Und seine Seele gleich
mit.
Beim Heilfasten geht es in erster Linie nicht um Gewichtsreduktion, sondern darum, den Körper von schädlichen
Schlackenstoffen zu befreien, ihn zu entgiften - auch wenn das häufig von manchen Medizinexperten angezweifelt
wird. (Weil wir gerade beim entgiften sind: der Entgiftung sind physiologische Grenzen gesetzt beim
Fasten.)
Gerade in der heutigen Zeit isst der Mensch zu häufig, zu viel und dann auch noch falsch. Dazu kommen die
Denaturierung der Nahrung, das Hinzufügen chemischer Zusätze. Ein überforderter Darm wird krank. Ein alter
Ausspruch besagt: Der Teufel sitzt im Darm. Und tatsächlich sind die meisten Krankheiten auf eine geschädigte
Darmflora zurückzuführen. Heilfasten regeneriert.
Die Methode des Heilfastens ist keine neue Erfindung, sie hat ihren Ursprung in der Natur. Wer einmal krank war,
wird sich erinnern, dass er während einer gewissen Zeit keinen Hunger verspürte. Grund dafür ist, dass der Körper
"auf Sparflamme lief". Diese selbst auferlegte Fastenzeit nutzte er dazu, sich zu heilen. Er verbrauchte keine
Energie zur Umsetzung von Nahrung, sondern verwendete alle Kräfte zur Krankheitsbekämpfung. Selbst Tiere nutzen
diese Methode der Genesung.
Beim Heilfasten wird freiwillig auf Genussmittel und feste Nahrung verzichtet. Schon am zweiten Tag der
Fastenkur reagiert der Organismus und stellt sich auf einen reduzierten Stoffwechsel ein. Herz und Kreislauf werden
entlastet, der Blutdruck sinkt, gleichzeitig wird der Körper entwässert.
Studien belegen, dass Heilfasten auf viele Arten von Krankheit einen positiven Effekt ausübt. Erwähnt seien
hier unter anderem Asthma, Allergien, Neurodermitis, chronische Gelenkerkrankungen und psychische sowie
psychosomatische Störungen. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden mobilisiert, Krankheitserreger können
schneller abgetötet werden. Entsprechende Belege dazu liefern verschiedene Studien, Laborwerte und natürlich die
Erfahrung der Fastenden und der Fastenleiter.
Durch ein gestärktes Immunsystem können Krankheiten günstig beeinflußt werden (um es mal "Vorsichtig"
auszudrücken), es kann aber auch Krankheiten vorgebeugt werden. Selbst bei der Vorbereitung auf bestimmte
Operationen hat Heilfasten sich bewährt.
Fastenkuren beginnen fast immer mit den sogenannten "Entlastungstagen" und
auch mit einer sogenannten "Darmreinigung". Je sorgfältiger diese durchgeführt wird, desto geringer
wird später ein Hungergefühl verspürt. Dabei werden in der Tat Schlacken und Giftstoffe abtransportiert
und die Selbstreinigungskräfte im Darm aktiviert. Dabei wird übrigens auch das Immunsystem entlastet und
gestärkt, denn der größte Teil ihres Immunsystems befindet sich im bzw. am Darm:
das Darmimmunsystem.
Zur Darmreinigung werden die unterschiedlichsten Methoden empfohlen: oftmals Glaubersalz oder
Bittersalz. Wahlweise findet man auch den Tipp bestimmte Abführmittel zu verwenden.
Während der Vollfastentage verliert man täglich Gewicht - was aber von der Konstitution jedes
Fastenden abhängig ist und natürlich auch von der Fastenmethode.
A Propos Fastenmethode: Wer im Internet recherchiert findet sehr rasch eine ganze Reihe
verschiedener Methoden. Da gibt es zunächst das klassische Wasserfasten, reines Teefasten, Buchinger-Fasten,
Saftfasten, Obstfasten, Basenfasten und natürlich auch noch die FX Mayr-Kur oder zum Beispiel die Schroth-Kur. Ach
ja, und natürlich gibts es auch noch meine Variante: Fasten nach René Gräber. Das darf natürlich nicht vergessen
werden :-)
Nach den Vollfastentagen schließt sich eine Phase an, in der der Körper sich an die feste Nahrung zurückgewöhnen
sollte: die Aufbautage. Diese sollten sich wenigstens über zwei bis drei Tage erstrecken - es
kommt allerdings darauf an wie viele Tage "vollfasten" man absolviert hat.
Tja: Und wo bleibt jetzt das Vogtland? Ganz einfach: Es gibt zahlreiche Regionen in denen sich ein Fastenurlaub
lohnt. Denn während viele "nur" zu Hause fasten, verbinden andere das lieber mit einem Urlaub. Hierzu bieten sich
in Deutschland verschiedene Regionen an. Eine dieser Regionen ist das Vogtland. Hier findet man schöne Wanderwege
die das beliebte Fastenwandern ermöglichen...
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